Alle Neuigkeiten

Tradition ist die Weitergabe des Feuers 10.09.2017

Konzert im Schönberghaus in Mödling

Selten war der Begriff der Schule in der Musikgeschichte treffender, als im Fall von Schönberg und seinem Kreis. Dabei erwächst Zugehörigkeit nicht allein aus direkter Schülerschaft, sondern aus Identifikation mit kompositorischen Idealen, die an diesem Abend gespielten Komponisten verbindet. Wellesz, Schmid, Spinner und Skalkottas zeigen aber auch, wie unterschiedlich die eingeschlagenen Wege dabei aber dennoch sein können.

Das gilt auch für Beethoven – die Wiener Klassik ist der Quell, aus dem die Lehre der Wiener Schule schöpft. Das »Gassenhauer-Trio« erklingt als Referenz an Mödling, wo Beethoven unweit des Schönberg-Hauses die Sommermonate 1818/19 verbrachte.

Das Konzert findet am 28. September um 19:30 im Schönberghaus (Bernhardgasse 6, 2340 Mödling) statt.

Kommt und hört!

"Wien einst und jetzt" im Juni bei den Bezirksfestwochen 20.05.2017

Mozart, Beethoven und Brahms, dazu Hans Gál und Wolfram Wagner - Wiener Musik von der Klassik bis zur Gegenwart spielen wir bei unserem nächsten Konzert in Wien.

Mit Mozarts Trio in B-Dur, KV 502, 1786 kurz nach der Uraufführung des „Figaro“ und in unmittelbarer Nachbarschaft zur „Prager“ Symphonie entstanden, erinnern wir an den Geburtstag der „Kaiserin“ Maria Theresia, der sich 2017 zum 300. Mal jährt.

Auch Beethovens Variationen für Violoncello und Klavier haben Mozart zum Thema: Über „Bei Männern, welche Liebe fühlen“, das Duett von Pamina und Papageno aus der „Zauberflöte“, hat Beethoven sieben wunderbare, virtuose, humorvolle und tiefgründige Variationen geschrieben, die zu den populärsten Werken der Celloliteratur zählen.

Dass Brahms, Norddeutscher und Protestant, eine ganze Serie von Walzern komponierte, wunderte nicht nur den Kritikerpapst Eduard Hanslick. Er gab aber gleich selbst die Antwort: Es musste wohl an Wien liegen und an seiner einzigartigen Atmosphäre, der sich keiner entziehen kann.

Ganz besonders verbunden mit Wien, dem Wiener Wald und den Heurigen war auch Hans Gál, der seine Variationen op.9 über eine Heurigenmelodie komponierte. Sehr inspiriert, witzig und doppelbödig sind diese Variationen, in denen auch der liebe Augustin seinen Auftritt hat.

Mit Wolfram Wagner, einem der erfolgreichsten zeitgenössischen Komponisten, erreichen wir schließlich die Gegenwart. Sein Trio aus dem Jahr 2011 ist dem Ensemble TRIS gewidmet und wurde von uns in London uraufgeführt. Bei diesem Konzert ist das Trio erstmals in Österreich zu hören.

What's next? 18.02.2017

In Kürze geht's wieder los: 2017 haben wir einiges vor! Hier gibt's eine kleine Vorschau auf die nächsten Konzerte.

31.03.2017, 19:30 Uhr, Konzert im BIZ Purkersdorf

In unserer Programmreihe "Europa entdecken" spielen wir diesmal Kammermusik der französischen Romantik vom 19. Jahrhundert bis zum Impressionismus. Zu hören sind Werke von Adolphe Blanc, Claude Debussy, Nadia Boulanger und Jacques Ibert.

26.06.2017, 19:00 Uhr, Konzert bei den Wiedner Bezirksfestwochen

Bei den Bezirksfestwochen spielen wir "Wien einst und jetzt", ein Programm mit Werken von Mozart, Beethoven, Brahms, Hans Gál und Wolfram Wagner.

28.09.2017, 19:30 Uhr, Konzert im Schönberghaus in Mödling

"Vorbilder und Schüler der Zweiten Wiener Schule" ist der Titel dieses Konzertes, bei dem wir Werke von Erich Schmid, Egon Wellesz, Leopold Spinner, Nikos Skalkottas und Ludwig van Beethoven präsentieren.
 
Kommt und hört!
 

 

Neue Programmreihe "Europa entdecken" 24.01.2017

Mit unserer neuen Programmreihe "Europa entdecken" begeben wir uns auf Entdeckungsreise durch den so vielfältigen "alten" Kontinent.

Erste Stationen sind dabei Frankreich und Großbritannien. "Französische Romantik" bringt Musik vom 19. Jahrhundert bis zum Impressionismus von Adolphe Blanc, Claude Debussy, Nadia Boulanger und Vincent d'Indy. "Die Briten kommen!" entführt auf einen Streifzug durch die ungemein vielseitige Musikszene des Vereinigten Königreichs. Neben einem arrivierten Zeitgenossen wie Marc AnthonyTurnage spielen wir u.a. Cipriani Potter, John Ireland, Donald Francis Tovey, Graham Waterhouse oder Percy Sherwood.

Die Reihe „Europa entdecken“ werden wir mit weiteren Ländern und Regionen –  „Balkan“, „Dänemark – Der standhafte Zinnsoldat“, "Skandinavien - der hohe Norden" etc. – fortsetzen.

Versäumen Sie nicht unser nächstes Konzert: Am 31. März 2017 spielen wir in Purkersdorf "Europa entdecken - Französische Romantik"!

TRISmas 2016 21.12.2016

Kein Rückblick, kein Ausblick, keine Bilanz.

Nur so viel in aller Kürze:

TRIS wünschen frohe Festtage
und ein erfülltes, friedliches Jahr 2017!
 
Wir bedanken uns bei unserem treuen Publikum
und freuen uns auf viele spannende Konzerte im Neuen Jahr!
---
 

Die Neue J├╝dische Schule 10.10.2016

Jüdische Musik zwischen St. Petersburg und Wien: Um 1900 begannen jüdische Komponisten in Russland sich für die traditionelle jüdische Musik zu interessieren und daraus eine eigene Nationalmusik zu entwickeln.

Die Neue Jüdische Schule entstand zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Russland im Bestreben, einen eigenen jüdischen Stil in der Kunstmusik zu schaffen. Sie war Teil einer jüdischen kulturellen Renaissance, die auch die Verbreitung der zionistischen Ideen förderte. Das Fundament für diesen Stil fanden die jungen Komponisten – wichtigste Vertreter waren u.a. Joseph Achron, Alexander Krejn, Solomon Rosowsky oder Michail Gnesin – in der jüdischen Folklore und in der liturgischen Musik des Judentums. Im Unterschied zu westeuropäischen jüdischen Komponisten behielten diese Künstler ihre Bindung an die jüdische Gemeinschaft, die in Russland noch überwiegend in althergebrachten Traditionen lebte, welche auch für die Musiker Nährboden und Inspirationsquelle bildeten.

(Joseph Achron)

Die Neue Jüdische Schule ist durchaus vergleichbar mit anderen nationalen Strömungen, die seit Mitte des 19.Jahrhunderts die europäische Musik prägten. Im Gegensatz zu den Nationalmusiken, die sich zumeist frei entwickeln und so im kulturellen Bewusstsein verwurzeln konnten, wurde die Ent-wicklung der Neuen Jüdischen Schule aber schon 30 Jahre später von Stalinismus und Nationalsozialismus in Europa gewaltsam beendet.

(Joachim Stutschewsky)

Im November widmen wir unser alljährliches Pogrom-Gedenkkonzert diesmal anlässlich des 125. Geburtstags von Joachim Stutschewsky der Neuen Jüdischen Schule und spielen Werka von Joseph Achron, Joel Engel, Paul Ben-Haim und Joachim Stutschewsky.

7. November 2017, 19:00 Uhr
Festsaal des Amtshauses Wieden,
Favoritenstraße 18, 1040 Wien

America, America! 16.05.2016

Eine Entdeckungsreise durch die zeitgenössische Musik der USA.

Amerika, USA, Land der unbegrenzten Möglichkeiten, Sehnsuchtsort und Fluchtpunkt für Menschen aus allen Kontinenten. Schier unbegrenzt sind auch die musikalischen Ausdrucksformen, die hier blühen und gedeihen, unabhängig von Schulen, Traditionen oder Dogmen europäischen Zuschnitts.

Lange Zeit hierzulande nicht ganz ernst genommen ist vieles von dem Reichtum US-amerikanischer Musik - abseits von Jazz und Pop - weitgehend unbekannt. Bernstein, Copeland, Cage - what else? Dabei gibt es so vieles zu entdecken: In unserem Konzert im Juni bei den Wiener Bezirksfestwochen spielen wir unter anderem Musik von Robert Muczinsky, John Biggs und Mary Jeanne van Appledorn - allesamt anerkannte Komponisten, die aber in Europa kaum aufgeführt werden. Ihre Musik ist auch ein wunderbares Beispiel für den ungezwungenen und offenen Umgang mit traditionellen und zeitgenössischen Kompositionstechniken. Tonales Komponieren war in den USA nie derart verpönt wie im Nachkriegs-Europa, die Zugehörigkeit zu irgendeiner Avantgarde oder Schule ist selten Thema und schon gar kein Qualitätskriterium. So ist amerikanischen Komponisten eine Vielfalt von Ausdrucksweisen selbstverständlich, wie sie in Europa lange Zeit kaum möglich war.

Robert Starer ist einer von vielen, die im Europa der 1930er-Jahre in die Emigration gezwungen wurden. Er wurde 1924 in Wien geboren, wo er auch seine erste musikalische Ausbildung erhielt, und emigrierte 1938 nach Palästina. Nach dem Weltkrieg ging er für ein Post-Graduate-Studium nach New York und nahm schließlich 1957 die Amerikanische Staatsbürgerschaft an. Er unterrichtet an der Julliard School und am Brooklyn College und wurde vielfach ausgezeichnet. Seine Musik arbeitet mit „modernen“ Kompositionstechniken einschließlich der Dodekaphonie, ist aber nie hermetisch und verschließt sich auch nicht der Melodie.

Gernot Wolfgang schließlich ist ein Beispiel für jene Musiker, für die Amerika mit seiner riesigen Musik- und Filmindustrie ein Land der neuen, „unbegrenzten“ Möglichkeiten wurde. Geboren in Bad Gastein lebt er nun in Los Angeles und schreibt erfolgreich und genre-übergreifend sowohl für Jazz-Musiker als auch für „klassische“ Ensembles.

Save the date: America, America!
8. Juni 2016, 19 Uhr
Festsaal des Amtshauses Wieden
Favoritenstraße 18, 1040 Wien

Konzert zum 125. Geburtstag von Joachim Stutschewsky 30.03.2016

Die Moderne und die Neue Jüdische Schule

Der 7. April ist Joachim Stutschewskys 125. Geburtstag. Wir feiern diesen Tag mit einem Konzert im Schönberg-Haus in Mödling, wo Arnold Schönberg von 1918 bis 1925 wohnte.
Die Beziehung zwischen Stutschewsky und Schönberg war sehr eng: Stutschewsky war als Mitglied des Wiener Streichquartetts (später: Kolisch-Quartett) einer der ersten und besten Interpreten der Zweiten Wiener Schule; Schönberg wiederum schätzte den Cellisten und auch den Komponisten Stutschewsky ganz besonders.
Das Schönberg-Haus ist deshalb ein sehr stimmiger und stimmungsvoller Ort für dieses Konzert, bei dem wir neben Stutschewskys eigenen Kompositionen auch Werke von Webern und Zemlinsky spielen, sowie eine "Elegie" der 1954 in Israel geborenen Komponistin Ella Milch-Sheriff.

Donnerstag, 7. April 2016, 19:30 Uhr
Schönberg-Haus Mödling
Bernhardgasse 6, 2340 Mödling
Karten und Infos: +431-712 18 88, office@schoenberg.at
Tickets: 14€/erm. 7€

Joachim Stutschewsky, 1891 - 1982 16.03.2016

Cellist, Komponist, Publizist und Theoretiker.


2016 feiern wir den 125. Geburtstag von Joachim Stutschewsky, der nicht nur einer der besten Cellisten aller Zeiten war, sondern auch ein wichtiger Wegbereiter sowohl der Moderne als auch der Neuen Jüdischen Schule.

Stutschewsky wurde in Romny (Russland, heute Ukraine) in eine Familie von Klezmer-Musikern geboren. Er lernte erst Violine und wechselte mit elf Jahren zum Cello. Schon kurz darauf spielte er im Symphonieorchester von Nikolajew und gab Solokonzerte.
1909 ging er nach Leipzig, um bei Julius Klengel zu studieren. Ab 1912, nach Abschluss des Studiums, begann er eine intensive Konzerttätigkeit als Solist und Kammermusiker, u.a. als Mitglied des Jenaer Strichquartetts. Mit Ausbruch des Ersten Weltkriegs übersiedelte er nach Zürich, wo er im Umfeld zionistischer Kreise mit der Neuen Jüdischen Schule in Kontakt kam und erste Konzerte mit jüdischer Musik organisierte.

Ab 1924 lebte Stutschewsky in Wien, wo er sich als Mitglied des Wiener Streichquartetts (später: Kolisch-Quartett) vorrangig der Moderne und der Zweiten Wiener Schule widmete. Er verfasste aber auch eine Celloschule, die weltweit Anerkennung fand, und schrieb zahlreiche Kompositionen und Arrangements für sein Instrument. Daneben setzte er sich weiterhin für die Neue Jüdische Schule ein und wurde zu einem ihrer wichtigsten Komponisten und Theoretiker. Als genialer Netzwerker machte er Wien um 1930 zum internationalen Zentrum der Jüdischen Musik.

Der Anschluss Österreichs an Nazi-Deutschland 1938 zwang Stutschewsky in die Emigration. Er flüchtete über die Schweiz nach Palästina, wo er als eine der einflussreichsten Persönlichkeiten maßgeblich den Aufbau des Musik- und Konzertlebens organisierte.
Ab den 1950er-Jahren widmete er sich fast ausschließlich dem Komponieren und dem Sammeln von Jüdischer Musik.

TRIS bietet mehrere Programme an, die das Werk Stutschewskys und seine Verbindungen zur Zweiten Wiener Schule und zur Neuen Jüdischen Schule in Erinnerung rufen.

Robert Kahn zum 150. Geburtatag 19.10.2015

Konzert im Gedenken an die Novemberpogrome 1938 heuer im Zeichen von Robert Kahn.

Am 9. November 2015 spielen wir wieder unser bereits traditionelles Gedenkkonzert an die Novemberpogrome des Jahres 1938. Heuer widmen wir das Programm dem 150. Geburtstag von Robert Kahn.

Kahn war einer der bedeutendsten deutschen Spätromantiker. Als Pianist und Kammermusiker spielte er mit den führenden Interpreten seiner Zeit, von Joseph Joachim und Richard Mühlfeld bis Adolf Busch. Als Komponist schuf er v.a. Kammermusik und Lieder.

Er unterrichtete an der Königlichen Hochschule für Musik in Berlin und war Mitglied der Preußischen Akademie der Künste. Zu seinen Schülern zählten u.a. der Pianist Wilhelm Kempff sowie die Komponisten Günter Raphael und Nikos Skalkottas. Auch Arthur Rubinstein besuchte seine Musiktheoriekurse.

Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten musste Kahn als Jude seine Ämter zurücklegen und emigrierte schließlich 1938 nach England, wo er den Rest seines Lebens verbrachte.

Kahn erlitt das gleiche Schicksal wie viele seiner Generation: von den Nazis wurde er verfolgt und vertrieben, der Nachkriegs-Avantgarde war er zu konservativ. So geriet er nahezu völlig in Vergessenheit. Erst in den letzten Jahren wurden seine Werke wieder entdeckt und aufgeführt.

Wir spielen neben seiner Serenade und seinem Trio op.45 auch Musik seiner Schüler Günter Raphael und Nikos Skalkottas sowie von seinem großen Vorbild Johannes Brahms.

Kommt und hört!

Termin
Montag, 9. November 2015, 19:00 Uhr

Veranstaltungsort
Festsaal im Amtshaus Wieden
Favoritenstraße 18; 1040 Wien

H├Ârproben 07.10.2015

Hörproben aus unserem Repertoire gibt es jetzt auch auf Soundcloud!

TRIS ist auf Soundcloud unter folgendem Link zu finden:

https://soundcloud.com/ensemble-tris

Viel Spaß beim Hören!

TRIS - die ersten 10 Jahre 05.10.2015

Am 4. Oktober 2005 war TRIS erstmals live zu hören.

Beethovens "Gassenhauer"-Trio, die "Gestural Variations" von Graham Waterhouse, Trio-Miniaturen von Paul Juon und das Trio op.114 von Johannes Brahms standen am Programm unseres ersten öffentlichen Konzerts am 4. Oktober 2005 in Wien.

Seither hat sich viel getan: Konzerte in Österreich, Deutschland, Italien, Kroatien, Spanien, Polen, Ungarn, England, in der Slowakei, der Türkei, im Iran und in Jordanien mit einem Repertoire, das auf über 100 Trios und mindestens ebenso viele Duos und Sonaten angewachsen ist. Auch einige Tris gewidmete Uraufführungen waren dabei.

10 Jahre sind eine gewaltige Zeitspanne für ein Kammermusik-Ensemble. Feiern und große Worte sparen wir uns trotzdem, wir arbeiten lieber an unseren nächsten Projekten. Was kommt: Naturgemäß noch mehr Konzerte. Eine neue Homepage. Und vielleicht doch mal eine CD.

Die nächsten Aufrtitte sind jedenfalls am 9. November und am 2. Dezember 2015 in Wien.

Kommt und hört!

Frohe Ostern 04.10.2015

Einen schönen Start in den Frühling wünscht TRIS!

asdfasdf